Standards kennt man aus der Industrie, auch die Schulen sollen nun Standards bestimmen. Da wir Eltern viele Fragen zu diesem Thema haben, darf dies auf der Homepage des GEB nicht fehlen.
Unten finden Sie PDF-Dateien mit den neuen Bildungsstandards zur jeweiligen Schulart.
Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport (BaWue)
Begriffserklärung zu den Bildungsstandards
(Download siehe unten:"Begriffserklärung")
Bildungsstandards:
Der Bildungsplan 2004 beschreibt für jedes Fach und jeden Fächerverbund Bildungsstandards. Bildungsstandards legen fest, über welche fachlichen, personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende einer bestimmten Klassenstufe verfügen müssen. Beispiel: Die Bildungsstandards sind Basis für die zentralen Prüfungen und Vergleichsarbeiten. Diese beziehen sich auf die Inhalte des Kerncurriculums. Auf diese Weise sichern sie die Vergleichbarkeit von schulischen Anforderungen.
Erprobungsschulen:
Die Bildungsplanreform sieht viele Innovationsfelder vor. Diese werden von Erprobungsschulen, die sich im Rahmen der inneren Schulreform bereits auf den Weg der angestrebten Veränderungen gemacht haben, vor der offiziellen Einführung des neuen Bildungsplans im Jahr 2004 im Rahmen von Schulversuchen ausgefüllt und getestet. Die Ergebnisse werden allen Schulen zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise erhalten die Schulen des Landes zum Zeitpunkt der Einführung des neuen Bildungsplans im Jahr 2004 eine Palette von Modellen beispielsweise zu Kontingentstundentafel, Schulorganisation und Schulmanagement, aber auch zur Arbeit in den neuen Fächern, Fächerverbünden oder themenorientierten Unterrichtsprojekten.
Evaluation:
Die Schulen bekommen durch den Bildungsplan 2004 mehr Freiraum für pädagogische Entscheidungen und damit mehr Verantwortung. Damit aber die Weiterentwicklung der Schulen in einem vergleichbaren Rahmen geschieht und in jeder Schule die Bildungsstandards sicher erreicht werden, werden die Schulen regelmäßig evaluiert. Die Evaluation dient der systematischen Bewertung der Wirksamkeit von Schule und Unterricht. Mit ihrer Hilfe bekommt jede einzelne Schule eine genaue Rückmeldung über Stärken und Schwächen. Mittel der Evaluation sind in der Grundschule die Diagnosearbeiten, in den weiterführenden Schulen die Vergleichsarbeiten. Beide werden mit zentralen Aufgabenstellungen immer zum Abschluss eines durch Bildungsstandards bestimmten Bildungsabschnitts geschrieben. Auch die zentralen Abschlussprüfungen sind ein Mittel der Evaluation. Neben der Überprüfung der Bildungsstandards können weitere Qualitätsbereiche ergänzend evaluiert werden.
Fächerverbünde:
Im Bildungsplan 2004 werden Fächerverbünde zum ersten Mal verbindlich
eingeführt, zum Beispiel in der Hauptschule:
Die Lerninhalte der Fächer und deren Abfolge werden innerhalb eines Verbundes eng aufeinander abgestimmt und miteinander verzahnt. Dadurch können fächerübergreifende Zusammenhänge in einem Gesamtkontext vermittelt werden.
Kerncurriculum:
Den in den Bildungsstandards verankerten Kompetenzen sind im verpflichtenden Kerncurriculum Inhalte zugeordnet. Diese wurden nach dem Gesichtspunkt ausgewählt, welchen Stellenwert sie für die Förderung der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler haben. Beispiel: Die Inhalte sollen in rund zwei Dritteln der verfügbaren Unterrichtszeit erarbeitet werden. Das Kerncurriculum gibt somit den verpflichtenden Kernbestand eines Faches oder eines Fächerverbundes wieder.
Kompetenzen: Eine Kompetenz ist eine komplexe Fähigkeit, die sich aus richtigem Wahrnehmen, Urteilen und Handelnkönnen zusammensetzt und das Verstehen der wichtigen Sachverhalte voraussetzt.
Kontingentstundentafel:
Die Kontingentstundentafel legt für jede Schulart fest, wie viele Jahreswochenstunden insgesamt in den Schuljahren bis zum Abschluss des Bildungsgangs zu erteilen sind. Wie diese Jahreswochenstunden jedoch auf die einzelnen Klassenstufen verteilt werden, entscheiden die einzelnen Schulen. Sie erhalten damit pädagogischen Freiraum und können die Verteilung der Stunden nutzen, um Schwerpunkte zu setzen und die Schulkonzepte zu gestalten.
Niveaukonkretisierung/Umsetzungsbeispiele:
In den Niveaukonkretisierungen soll das jeweilige Niveau und die Durchdringungstiefe eines Bildungsstandards bei der Behandlung im Unterricht an Beispielen verdeutlicht werden. Zusammen mit den Umsetzungsbeispielen für die Fächer in den unterschiedlichen Schularten bilden diese Handreichungen und geben praxisnahe und konkrete Hilfestellung bei der Arbeit mit den Bildungsstandards.
Schulcurriculum:
Das Schulcurriculum ergänzt und vertieft die Vorgaben des Kerncurriculums. Es ergänzt das Kerncurriculum der einzelnen Fächer und Fächerverbünde um fächerverbindende und profilbildende Elemente. Erst durch das Zusammenspiel von Kerncurriculum und Schulcur-riculum werden die in den Bildungsstandards geforderten Kompetenzen erreicht. Das Schulcurriculum wird von jeder einzelnen Schule mit Blick auf ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag und ihre konkreten Arbeitsbedingungen formuliert und dann fortlaufend weiterentwickelt. Seine Erstellung erfordert die intensive und konstruktive Zusammenarbeit aller Lehrkräfte einer Schule. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern werden in diesen Prozess miteinbezogen. Das Schulcurriculum tritt aufgrund eines Beschlusses der Gesamtlehrerkonferenz nach Anhörung des Elternbeirates und nach Zustimmung durch die Schulkonferenz in Kraft. Es ist somit für alle Mitglieder der Schulgemeinde verbindlich.
Schulkonzept:
Das Schulcurriculum ist Ausgangspunkt für das Schulkonzept. Es enthält alle Elemente und Aspekte, die das Profil und die Besonderheiten einer Schule ausmachen und wird fortlaufend weiterentwickelt. Wenn eine Schule sich bereits in einem solchen Schulentwicklungsprozess befindet, wird die Entwicklung des Schulcurriculums in der Regel im Rahmen dieses Prozesses erfolgen. Das Schulkonzept wird von Schulleitung und Lehrkräften gemeinsam entwickelt. Die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern, die Kommune und außerschulische Partner werden in den Prozess eingebunden. Damit werden der schulische Dialog und die Offenheit der Schule nach innen und außen gewährleistet.
Bildungsstandards Grundschule
Bildungsstandards Hauptschule
Bildungsstandards Realschule
Bildungsstandards Gymnasium
BER: Über nationale Bildungsstandards zu individueller Förderung und gleichen Bildungschancen
Begriffserklärung zu den Bildungsstandards